Über die Herkunft des Labrador-Retriever kann man nur spekulieren, da es
kaum Aufzeichnungen gibt. Es gibt einige Theorien, wie diese Rasse entstanden
ist.
Die einen meinen: Der Labrador kam ursprünglich mit den Wikingern Ende des 10.
Jahrhunderts nach Nordamerika. Er war vom 12. Jahrhundert an über einen längeren
Zeitraum in Neufundland ansässig, wo er sich mit dem "Neufundländer"
und dem "Saint John´s Dog"-den beiden ersten Hundearten auf der großen
Insel paarte.
Andere nehmen an: Der Labrador ist ein direkter Nachkomme des "Saint John´s
Dog".
Eine dritte Quelle besagt: Die Engländer selbst haben den sogenannten "St.
Hubertus Hund" als Arbeitshund noch vor 1600 auf die Halbinsel Avalon
mitgebracht. Er mußte ihnen die vom Haken entkommenen Fische vom Boot aus
apportieren. Aus diesem Hund ist der "Saint John´s Dog" entstanden
und später der "Newfoundland Water Dog". Sicher wissen wir nur, daß
der Labrador anfang des 19. Jahrhunderts mit den Kabeljau-Fischern über den
Atlantik nach Poole kam. In der Grafschaft Dorset wurde man schnell auf seine
aussergewöhnlichen Apportiereigenschaften aufmerksam.
Seinen Namen hat er dem Earl of Malmesbury und dem Duke of Buccleuch zu
verdanken, welche sich der Reinzucht des Labrador-Retriever verschrieben haben.
1903 wurde diese Rasse offiziell anerkannt. 1916 entstand der erste gültige
Rassestandard, in welchen 1925 auch die gelbe und leberfarbene Fellfarbe
aufgenommen wurden.
Der Labrador-Retriever gilt als überaus intelligent, weshalb er auch bei
Drogen- und Terrorismusbekämpfung, sowie als Suchhund bei Katasropheneinsätzen
sehr gerne eingesetzt wird.
Auch als Blindenhund greift man immer mehr auf den Labrador Retriever zurück.
Er ist sehr folgsam und immer darauf bedacht, seinem Herrchen zu gefallen, was
eine Erziehung sehr erleichtert.
Der Labrador ist am glücklichsten, wenn er in seine Familie voll intergriet
ist.
Ohne einen Laut läßt er sich von den Kindern überall ziehen, wenn es ihm zu
bunt wird, steht er auf und geht. Für die größeren Kinder ist er der ideale
Spielgefährte.
Ohne müde zu werden, nimmt er an jeder sportlichen Aktivität teil, ob Fußball,
Frisby oder eine Radtour. Am liebsten jedoch geht er schwimmen, und dank seiner
wasserundurchlässigen Unterwolle auch im Winter.
Verwandte und Bekannte werden von ihm immer freudig begrüßt, was man ihm frühzeitig
abgewöhnen muß. Auch der tollpatschige Umgang mit der Rute sorgt manchmal für
Unruhe, wenn mal wieder der Tisch abgeräumt wird.
Alles in allem ist der Labrador ein sehr liebenswürdiger Hund, der seiner
Familie seine ganze Zuneigung gibt, aber das selbe auch erwartet.
Sollte man noch Zweifel an dieser wunderbaren Hunderasse haben, sollte man einen
Tag mit einem "Labby" verbringen und man möchte sich nie wieder von
ihm trennen!